Rheinische Post: Menetekel für Putin Kommentar Von Matthias Beermann

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Inzwischen gibt es nur noch wenig Zweifel
daran, dass ein Bombenanschlag verantwortlich für den Absturz eines
russischen Verkehrsflugzeugs auf dem Sinai und den Tod von 224
Menschen war. Für zwei starke Männer ist das keine gute Nachricht.
Ägyptens Machthaber Abdel Fattah al-Sisi muss jetzt befürchten, dass
die ohnehin schon lahmende Wirtschaft seines Landes weiter geschädigt
wird, wenn die Touristen ausbleiben. Niemand in Ägypten hat
vergessen, wie schlimm die Folgen waren, nachdem Terroristen 1997 bei
den Tempeln von Luxor westliche Urlauber niedergemetzelt hatten.
Russlands Präsident Wladimir Putin muss zwar keine lauten Proteste
gegen das militärische Engagement in Syrien befürchten. Der Anschlag
kann vom Kreml nun sogar als nachträgliche Rechtfertigung für die
Truppen-Entsendung genutzt werden. Aber das Attentat ist ein
Menetekel für Putin: Der Syrien-Feldzug könnte weit riskanter werden
als gedacht. Schon jetzt kommt Putin um eine Ausweitung der
Operationen eigentlich nicht mehr herum. Eine Eskalation, die in ein
zweites Afghanistan münden könnte.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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