Rheinische Post: Merz beflügelt Fantasien Kommentar Von Martin Kessler

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Die Nachricht hat die Traditionalisten in der
CDU elektrisiert: Friedrich Merz, konservativ und wirtschaftsnah,
kehrt auf die politische Bühne zurück. Viele in der Union, die sich
bei ihrer Parteivorsitzenden Angela Merkel nicht mehr richtig
aufgehoben fühlen, projizieren in den früheren Fraktionschef und
Hoffnungsträger ihre Wünsche nach der „alten“ CDU – weg von der Rente
mit 63, Mindestlohn oder Homo-Ehe. Doch Merz macht es seinen
Anhängern nicht leicht. Die Bewerbung für ein politisches Amt hat er
bislang kategorisch ausgeschlossen. Die jetzt angekündigte Mitarbeit
in einer Parteikommission darf nicht als Signal missverstanden
werden, dass der Wirtschaftsexperte wieder entscheidend mitmischen
will. Es sieht so aus, als sei Merz noch selbst nicht entschieden,
was er wirklich will. Aufgaben für ihn gäbe es zur Genüge. Die CDU in
NRW hat trotz ihres rührigen Chefs Laschet derzeit keine Chance,
Hannelore Kraft als Ministerpräsidentin abzulösen. Mit Merz sähe das
auf einen Schlag anders aus. Doch davon ist derzeit keine Rede.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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