Rheinische Post: Neue Cockpit-Vorschriften haben sich eingespielt

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Drei Wochen nach dem Absturz der
Germanwings-Maschine hat sich das neue Vier-Augen-Prinzip im Cockpit
bei allen Fluggesellschaften in Deutschland eingespielt. Das ergab
eine Umfrage der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Freitagausgabe). Damit zogen die Airlines die Konsequenzen aus dem
vom Germanwings-Copiloten am 24. März allein im Cockpit gezielt
herbeigeführten Absturz. Die Airlines verpflichteten alle Crews, dass
eine Servicekraft auf einem dritten Platz (jump seat) im Cockpit
sitzen muss, so lange sich Pilot oder Copilot in der Kabine
aufhalten, um etwa die Toilette aufzusuchen. Air Berlin gab die
Dienstanweisung am Abend des 26. März heraus. In der Regel müsse von
ihr bei der Vielzahl von Kurzflügen kein Gebrauch gemacht werden,
sagte ein Unternehmenssprecher der Zeitung. Bei längeren Strecken
werde sie gelegentlich zwei Stunden nach dem Start angewandt und
führe zu keinen Auswirkungen auf den Service. Ähnliche Erfahrungen
machte Germanwings, die das Vier-Augenprinzip als Arbeits-Anweisung
in den Handbüchern zur Pflicht gemacht hat. Den Einfluss auf den
Serviceablauf an Bord hält die Airline für „akzeptabel“. EasyJet
änderte in Abstimmung mit der britischen Luftfahrtbehörde ebenfalls
die Vorgehensweise, so dass „jederzeit zwei Besatzungsmitglieder
gleichzeitig im Cockpit sind“. Ryanair berichtete, dass die Regel für
ihre Flüge schon „seit langem“ gelte. Die Lufthansa fliegt danach
seit dem 27. März auf sämtlichen Strecken innerhalb Deutschlands, in
Europa und weltweit.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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