Rheinische Post: NRW prüft nationale Stahllösung von Thyssenkrupp mit Salzgitter

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Im Ringen um die Zukunft der deutschen
Stahlindustrie lotet die NRW-Landesregierung eine nationale Lösung
von Thyssenkrupp Steel mit dem niedersächsischen Salzgitter-Konzern
aus. Hinter den Kulissen habe es Gespräche zwischen führenden
Regierungsvertretern der beiden SPD-geführten Bundesländer gegeben,
um einen Zusammenschluss der Stahl-Sparten zu sondieren, hieß es in
informierten Kreisen. Die Düsseldorfer Staatskanzlei wollte sich dazu
gestern nicht äußern. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hatte
vor Kurzem gesagt, die Fusionsgespräche zwischen Thyssenkrupp und
Tata seien längst nicht so konkret, wie es den Anschein habe. NRW sei
ein moderner und produktiver Stahlstandort, und sie wolle, dass dies
so bleibe. Am Ende träfen aber die Unternehmen solche Entscheidungen.
Ob eine nationale Stahl-Lösung durchsetzbar wäre, ist fraglich. Denn
auch in Niedersachsen stünden im Falle einer Fusion mit Thyssenkrupp
Jobs auf dem Spiel. Zudem gilt Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann
als scharfer Gegner eines Zusammenschlusses von Thyssenkrupp und
Salzgitter. Sein Konzern plane keine Fusionen oder Zusammenlegungen,
sagte gestern ein Salzgitter-Sprecher und bekräftigte: „Es finden auf
Konzernebene keine Gespräche statt.“ Das Land Niedersachsen stehe
nach eigenem Bekunden fest zu Salzgitter. Bei Thyssenkrupp hieß es,
in der Branche spreche jeder mit jedem.

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Rheinische Post
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