Rheinische Post: Ohrfeige für die Politik Kommentar Von Reinhard Kowalewsky

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Das gestrige Urteil für saubere Luft in
Düsseldorf stellt der Politik des Landes und erst recht der des
Bundes ein Armutszeugnis aus: Es ist nicht akzeptabel, wenn
europaweit geltende Vorgaben für die Belastung mit Stickstoffdioxid
in vielen Städten nicht eingehalten werden. Da tröstet es wenig, dass
die Zustände im Ausland teilweise noch viel schlimmer sind. Als
Konsequenz sollten nun die Luftreinhaltepläne von Köln, Aachen, Essen
und anderen Städten des Landes vorsorglich überarbeitet werden – die
Gesundheit der Bürger muss Vorrang haben. Pauschale Fahrverbote für
alle Diesel in Teilen der Stadt können dabei nur das letzte Mittel
sein. Stattdessen sollte über die von Landesumweltminister Remmel
angeregte weitere Förderung von Dieselfiltern nachgedacht werden.
Entscheidend ist, die Innenstädte grüner zu machen. Dies bedeutet,
dass der Ausbau von Fahrradwegen vorangetrieben werden muss. Bus und
Bahn müssen ihre Chance haben. Und auf Dauer führt am Umstieg auf
Elektroautos kein Weg vorbei.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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