Rheinische Post: Opferanwalt kritisiert Zivilprozess

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Der Düsseldorfer Opferanwalt Julius Reiter
kritisiert die Zivilprozesse zur Aufarbeitung der Katastrophe auf der
Loveparade in Duisburg. „Der Schadensersatzprozess zeichnet ein
völlig falsches Bild der Interessen der Opfer“, sagte Reiter der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Es
ist verantwortungslos, eine Klage derart öffentlichkeitswirksam zu
führen, bei der es kaum auf die eigentlichen Geschehnisse des
Unglücks, sonders nahezu ausschließlich auf die altbekannte
Rechtsfrage ankommt“, betonte Reiter. „In der Öffentlichkeit entsteht
auf diese Weise ein falsches Bild vom eigentlichen Schwerpunkt des
Verfahrens: die Aufklärung der Verfehlungen, die zu diesem tragischen
Unglück geführt haben“, so Reiter.

Reiter vertritt im Strafverfahren rund 100 Geschädigte des
Loveparade-Unglücks, darunter auch Hinterbliebene.

Die erste Zivilklage im Fall der Loveparade hat das Duisburger
Landgericht heute zurückgewiesen. Vor dem Landgericht sind noch
sieben weitere Zivilklagen anhängig.
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Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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