Rheinische Post:Österreichs Außenminister Kurz verteidigt sich gegen deutsche Kritik an Flüchtlingspolitik / Österreich will künftig Westbalkan unterstützen

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Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat
die Einführung der Obergrenze für Flüchtlinge gegen Kritik aus
Deutschland verteidigt und Österreichs Unterstützung der
Westbalkan-Länder, „insbesondere Mazdeoniens“, in der
Flüchtlingspolitik angekündigt. „Solange es keine europäische Lösung
gibt, werden wir nationale Maßnahmen setzen müssen, um den Zustrom
nach Österreich zu reduzieren“, sagte Kurz der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). „Wir wollen
illegale Migration verhindern, damit Menschen nicht mehr ohne
Dokumente und unregistriert nach Österreich einreisen. Wir werden
dabei so eng wie möglich mit den Ländern des Westbalkans
zusammenarbeiten und diese unterstützen, insbesondere Mazedonien“,
betonte Kurz. Kurz erklärte weiter, für ihn sei klar, dass
Österreich als eines von ganz wenigen europäischen Ländern nicht
weiterhin 90.000 Menschen aufnehmen könne wie letztes Jahr. „Das
schaffen wir als Land mit acht Millionen Einwohnern auf Dauer nicht.
Wir müssen daher den Flüchtlingsstrom reduzieren, mehr Hilfe vor Ort
leisten und solange es keine europäische Lösung gibt auch
entsprechende nationale Maßnahmen setzen.“ Österreich habe deshalb
eine Obergrenze von 37.500 für dieses Jahr eingeführt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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