Rheinische Post: Peinlich für SPD in Köln

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Wat fott es, es fott“, sagt der Kölner. Für den
Kölner Jochen Ott dürfte dieser Spruch nur ein schwacher Trost sein.
Dass er jetzt sein Ratsmandat verliert, ist megapeinlich für ihn,
denn er will im Herbst Oberbürgermeister der Domstadt werden. Gewiss:
Die schwere Panne bei der Auszählung der Stimmen vor einem Jahr hat
Ott nicht zu verantworten. Aber er ist Vorsitzender der Kölner SPD,
die sich bis zuletzt massiv dagegen gewehrt hat, die Stimmen neu
auszählen zu lassen. Dazu kam es erst auf Anordnung des von der CDU
angerufenen Verwaltungsgerichts. Wäre es nicht dazu gekommen, wäre –
wie man seit gestern weiß – der Wählerwille grob verfälscht worden.
Schließlich haben relativ wenige Stimmen ausgereicht, um die
Mehrheitsverhältnisse im Rat von Nordrhein-Westfalens einziger
Millionenstadt zu kippen. Wie werden die Kölner bei der OB-Wahl im
Herbst reagieren? Kann sich Ott noch Hoffnung machen, die von einer
breiten politischen Mehrheit getragene Kandidatin Henriette Reker zu
toppen? Oder werden die Wähler sagen: „Fott mit Ott“?

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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