Rheinische Post: Polizei-Vorstoß irritiert Kommentar Von Detlev Hüwel

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Im Kampf gegen testosterongesteuerte junge
Männer, die meinen, sich bei einem Autorennen auf öffentlichen
Straßen beweisen zu müssen, ist Vorbeugung genauso wichtig wie
Bestrafung. 400 Euro Strafgeld und zwei Punkte in Flensburg haben
offenbar nicht die erhoffte abschreckende Wirkung. Deshalb sollte
darüber nachgedacht werden, erwischten Teilnehmern an solchen
irrsinnigen Rennen für bestimmte Zeit (oder dauerhaft) den
Führerschein zu entziehen. Schließlich bringen sie nicht nur sich,
sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr. Drei Tote
allein in Köln in diesem Jahr sollten Anlass genug sein zu handeln.
Dass die Grünen jetzt eine Begrenzung der Motorstärke bei
jugendlichen Fahrern fordern, mag ja noch angehen. Doch ausrechnet
die Polizeigewerkschaft schlägt vor, dass junge Leute ein Fahrzeug
„nur“ bis 136 PS steuern dürfen. Dieser Vorstoß irritiert in hohem
Maße. Gerade die Polizeigewerkschaft sollte doch wissen, dass man
illegale Autorennen auch mit schwach motorisierten Fahrzeugen
veranstalten und dabei Menschenleben aufs Spiel setzen kann.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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