Rheinische Post: Polizei warnt vorÜberforderung durch Bundesliga-Rückrundenstart

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Mit dem Rückrundenstart der Fußballbundesliga
droht die Polizei an ihre Belastungsgrenze zu stoßen. „Schon jetzt
hat die Bundespolizei allein im Grenzeinsatz zwei Millionen
Überstunden angehäuft, alle Polizeien zusammen 18 Millionen“, sagte
der Vizechef der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der
Gesetzgeber müsse der Polizei die Möglichkeit geben, im Zusammenhang
mit Sportveranstaltungen verurteilte Gewalttäter durch
Beförderungsverbote und Meldeauflagen aus dem Verkehr zu ziehen. „Es
macht doch keinen Sinn, dass wir potenzielle Gewalttäter quer durch
die Republik eskortieren“, kritisierte der GdP-Vize. Um Absagen von
Hochrisikospielen wegen fehlender Polizeikräfte auch in Zukunft
ausschließen zu können, sollten die Bundesligaclubs „mit mehr
qualifizierten Ordnern die Polizeiarbeit unterstützen und den
Ordnerdienst bei Auswärtsspielen auch in den Zügen einsetzen“,
verlangte Radek.

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, beklagte ein
anhaltend hohes Gewaltpotential gegen Polizisten bei Fußballspielen.
„Das Gewaltpotential gegenüber Bundespolizisten ist nach wie vor auf
einem hohen Niveau“, sagte Romann der Zeitung. Bei jedem vierten
Angriff würden die Bundespolizisten Verletzungen davontragen.
Ungefähr jeder zweite Angriff erfolge bei Einsatzlagen des täglichen
Dienstes, unter anderem beim Fußballfanreiseverkehr. „Mich
interessieren die Fußballergebnisse schon lange nicht mehr, sondern
nur noch die Zahl der verletzten Polizeivollzugsbeamten“, sagte
Romann.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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