Rheinische Post: RWE-Kaution sinnvoll Kommentar Von Thomas Reisener

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Die Forderung der Grünen nach einer
Sicherheitsleistung für den Braunkohletagebau ist richtig. Mit großer
Selbstverständlichkeit wurde eine solche 2007 auch für die Spätfolgen
des Steinkohleabbaus in NRW eingeführt. Damals wurde der Fonds nur
nicht Kaution genannt, sondern etwas vornehmer Stiftung. Aber der
Zweck ist derselbe: Niemand weiß, wer in 100 Jahren die
Rechtsnachfolger des heutigen Stein- und Braunkohleabbaus sein
werden. Und ob die Nachfolger dann noch immer die notwendigen Mittel
zur Reparatur der Spätschäden haben. Also müssen die Betreiber einen
Teil ihrer Gewinne schon heute dafür bereitstellen. Völlig
unverständlich ist, dass die Ewigkeitskosten des Braunkohletagebaus
noch nie öffentlich berechnet wurden. Allein der Tagebau Hambach wird
bis 2030 drei Mal so tief sein, wie der Kölner Dom hoch ist. Danach
soll er zusammen mit den gigantischen Gruben in Garzweiler und Inden
über 60 Jahre hinweg geflutet werden. Man muss kein Wissenschaftler
sein, um zu erahnen: Derart gewaltige Landschaftseingriffe haben auch
gewaltige Spätfolgen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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