Rheinische Post: Schlechtes Zeugnis Kommentar Von Gregor Mayntz

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Schule soll anschaulich sein, die
Lebenswirklichkeit ins Klassenzimmer holen, den Kindern das
Funktionieren der sozialen Marktwirtschaft nahe bringen. Jahr für
Jahr gibt der Staat in der reichen Bundesrepublik dabei ein ärmliches
Bild ab, indem viele Bundesländer Arbeitsverträge von
Vertretungskräften zum Ferienbeginn auslaufen lassen und die Lehrer
nach dem Ferienende wieder einstellen. Selbst wenn erklärbare
Berufsabschnitte dahinter stehen und etwa das Referendariat in dem
einen Schuljahr endet und die neue Beschäftigung erst im nächsten
beginnt, rechtfertigt das nicht die zwischenzeitliche Entlassung in
die Arbeitslosigkeit. Schließlich ist gesetzlich klar definiert, dass
das eine Schuljahr am 31. Juli endet und das nächste am 1. August
beginnt. Die Negativliste mit besonderen Auffälligkeiten wird
angeführt von Rheinland-Pfalz (Rot-Grün), gefolgt von
Baden-Württemberg (Grün-Rot), Hessen (Schwarz-Grün) und Bayern
(Schwarz). Das Zeugnis fällt also parteiübergreifend aus: mangelhaft!
Nachhilfe in sozialer Marktwirtschaft dringend angezeigt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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