Rheinische Post: Schule – für Flüchtlinge ein Stück Normalität Kommentar Von Martina Stöcker

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Die Situation ist schwierig: Viele der
Flüchtlinge, die es ins sichere Deutschland geschafft haben, sind
minderjährig und damit zumindest in NRW schulpflichtig. Allerdings
sind schon jetzt die speziellen Übergangs- oder Integrationsklassen
in vielen Städten überfüllt. Wenn es keine eigenen Klassen gibt, in
denen auf die besonderen Bedürfnisse der jungen Syrer, Iraker oder
Afrikaner eingegangen werden kann, sei die Frage erlaubt, ob es ein
Konzept gibt, wie diese Kinder in den Alltag an Regelschulen
integriert werden können? Denn dieser Schulbesuch wird für alle –
Lehrer, Kinder und Eltern – eine Herausforderung. Die jungen
Flüchtlinge benötigen eine besondere Betreuung: Sie sprechen in der
Regel kein Deutsch, manche von ihnen haben noch nie eine Schule
besucht. Andere haben Vorkenntnisse, mit denen sie hier wenig
anfangen können – das fängt schon bei den unterschiedlichen
Buchstaben an. Deshalb brauchen sie Hilfe bei der Integration, sonst
verlieren alle Beteiligten. All das kostet wieder Geld, es braucht
Sozialarbeiter, geschulte Pädagogen, Dolmetscher. Doch für diese
Kinder könnte Schule ein erstes Stück Normalität bedeuten. Das sollte
unserer Gesellschaft etwas wert sein.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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