Rheinische Post: Schulministerin bleibt bei der harten Linie = Von Detlev Hüwel

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Rein verfahrensmäßig wäre eine Nachprüfung im
Abiturfach Mathematik kein Problem gewesen – Ersatzaufgaben liegen ja
bereits vor. Sie sind gedacht für jene Prüflinge, die etwa aus
Krankheitsgründen nicht an der eigentlichen Klausur hatten teilnehmen
können. Ein Nachgeben hätte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann
bestimmt Bonuspunkte von den Jugendlichen beschert. Doch zum Glück
erlag die Grünen-Politikerin nicht den populistischen Versuchungen,
sondern fuhr einen klaren Kurs: Da die Aufgaben lösbar waren, sieht
sie keine Notwendigkeit, den Schülerinnen und Schülern, die sich
damit schwergetan haben, eine zweite Chance zu geben. Das klingt zwar
harsch, ist aber vernünftig. Ein Nachgeben hätte wie eine Ermunterung
gewirkt, sich fortan im Fall von Frustration zu Massenprotesten mit
der Forderung nach einer zweiten Runde zu formieren. Das kann nicht
im Sinne eines ordnungsgemäßen Ablaufs der Abiturprüfungen sein. Im
Landtag wird die CDU heute fordern, im Schulministerium in Zukunft
für ausreichend Personal zur korrekten Durchführung der
Abiturprüfungen zu sorgen. Löhrmann hat hier Defizite eingeräumt. Die
müssen schleunigst beseitigt werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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