Rheinische Post: Schulz warnt davor, Großbritannien bei Brexit-Verhandlungen zu unterschätzen

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Der Präsident des Europaparlaments, Martin
Schulz (SPD), hat die EU-Mitgliedstaaten davor gewarnt,
Großbritannien in den Verhandlungen über einen Brexit nicht ernst
genug zu nehmen. Das bisherige Vorgehen der neuen britischen
Regierung habe „mit nachhaltiger, verantwortungsvoller Politik wenig
zu tun“, sagte Schulz der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen
Post“ (Samstagausgabe). „Trotzdem darf man die Briten nicht
unterschätzen, sie werden gut vorbereitet sein“, mahnte der
Parlamentspräsident. Er nehme die britische Premierministerin Theresa
May beim Wort. Sie habe gesagt, Brexit sei Brexit und ihr Land
bereite sich jetzt intensiv darauf vor. „Also müssen wir als EU sehr
genau darauf achten, mit einer Stimme in den Verhandlungen zu
sprechen. Und auch erst dann, wenn der Antrag auf Austritt gestellt
wurde“, sagte Schulz. Grundsätzlich sei Großbritannien ein
verlässlicher Vertragspartner, der sich an Absprachen halte.

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