Rheinische Post: Schwesig: Gesetz zu Lohngerechtigkeit hilft 14 Millionen Beschäftigten

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Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) sieht
durch ihr Gesetz zur Lohngerechtigkeit ein Tabu in Deutschland
fallen. „Man muss das Tabu brechen, dass über Geld nicht gesprochen
wird, wenn wir wollen, dass Frauen und Männer beim Gehalt nicht
gegeneinander ausgespielt werden“, sagte die Ministerin der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Das
Gesetz soll am Mittwoch das Bundeskabinett passieren. „Das ist ein
echter Durchbruch“, sagte Schwesig, denn bisher gebe es kein Gesetz,
das dieses Thema – gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit
– voranbringe, so die Ministerin. Demnach sollen vor allem Frauen,
die häufig bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer,
profitieren. Alle Beschäftigten in Betrieben ab 200 Mitarbeitern
erhalten dem Entwurf zufolge künftig einen Auskunftsanspruch, was
Kollegen in gleichwertigen Positionen verdienen. „Das sind 14
Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, betonte Schwesig. „Es
geht darum, verkrustete Strukturen aufzubrechen.“

KONTEXT:

Frauen verdienten im Jahr 2015 nach Angaben des Statistischen
Bundesamtes im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Wenn man
berücksichtigt, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten, seltener in
Führungspositionen aufsteigen und eher in sozialen Berufen mit
geringeren Verdiensten tätig sind, verringert sich die Lücke auf etwa
sieben Prozent.

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