Rheinische Post: Schwesig verbittet sich Kritik von SPD-Altvorderen

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SPD-Vizechefin Manuela Schwesig hat sich die
Kritik von Altvorderen ihrer Partei an der Neuaufstellung der
Sozialdemokraten verbeten: „Es kann nicht sein, dass einzelne
Sozialdemokraten mit Beiträgen von außen jetzt schon wieder Zensuren
verteilen“, sagte Schwesig der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). „Alle in der SPD sollten den
Verantwortlichen in der Parteiführung und neuen Fraktionsführung
zunächst die Chance geben, die Partei nach einer schweren
Wahlniederlage neu aufzustellen“, forderte die Ministerpräsidentin
Mecklenburg-Vorpommerns. Zuvor hatten sich gleich drei Altvordere der
SPD kritisch über Parteichef Martin Schulz und die Führungsmannschaft
geäußert: Altkanzler Gerhard Schröder (73) befand, man habe sich zu
früh auf die Opposition festgelegt, der frühere Parteichef Franz
Müntefering (77) hätte Schulz lieber in der Doppelfunktion als
Partei- und Fraktionschef gesehen und Klaus von Dohnanyi (89), einst
Hamburger Bürgermeister und Bundesminister, unterstellte Schulz
Unvermögen und forderte ihn zum Rücktritt auf. Schwesig weist das
scharf zurück. „Ich finde solche Ratschläge jetzt weder angebracht
noch zielführend“, sagte die frühere Bundesfamilienministerin. „Jede
und jeder sollte sich selbstkritisch fragen, warum die SPD das vierte
Mal in Folge eine Bundestagswahl verloren hat“, appellierte Schwesig.

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