Rheinische Post: Schwesigs Pflege-Darlehen erweist sich als Flop

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Die finanzielle Unterstützung des Bundes für
Angehörige von Pflegebedürftigen in der Pflegezeit erweist sich als
Flop. Nur 242 Personen haben im Jahr 2015 ein zinsloses Darlehen des
Bundes während einer Freistellung nach den Pflegezeitgesetzen von
Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) in Anspruch genommen. Das
geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der
Grünen-Fraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Freitagausgabe) vorliegt. Seit Anfang 2015 haben
Pflegende die Möglichkeit, für bis zu sechs Monate aus dem Beruf
auszusteigen (Pflegezeit) oder bis zu 24 Monate verkürzt zu arbeiten
(Familienpflegezeit). Für beide Varianten können sie zur
Unterstützung ein zinsloses Darlehen beim Bundesamt für Familie und
zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragen. Während der kürzeren
Pflegezeit beantragten 119 Personen und während der längeren
Familienpflegezeit 123 Personen ein zinsloses Darlehen im Jahr 2015,
so das Papier. Dies lasse jedoch keinen Rückschluss auf die Anzahl
der tatsächlichen Freistellungen zu, schreibt das Ministerium.
Schwesig schätzt ihre Zahl auf etwa 6000. „Der Erfolg lässt weiter
auf sich warten. Die Inanspruchnahme bleibt weit unter den
prognostizierten Zahlen“, kritisierte dagegen Grünen-Politikerin
Elisabeth Scharfenberg.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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