Rheinische Post: Seehofer ist alarmiert = Von Reinhold Michels

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Der CSU-Vorsitzende und bayerische
Ministerpräsident Horst Seehofer ist lange im politischen Geschäft,
das in Wahlkampf-Monaten einem Bassin mit Raubfischen ähnelt. Deshalb
kennt Seehofer die bedrohlich klingende Metapher: „Blut ist im
Wasser, das macht die Haie rasend.“ Den Ermittlungsfall Hoeneß
versucht die linke und grüne Opposition dazu zu nutzen, die
Verantwortlichen in dem seit 1957 CSU-regierten Bayern als
saumselige, wenn nicht bewusst laxe Steuerfahnder zu diskreditieren.
Der Vorwurf mag falsch sein, im Wahlkampf gilt jedoch: Es ist einen
Versuch wert. Ist Seehofer im Fall Hoeneß zur Passivität verurteilt,
konnte er im Fall des zurückgetretenen, in Wahrheit gestürzten
CSU-Fraktionschefs Georg Schmid Offensivgeist und Schneid
demonstrieren. Es wurde höchste Zeit. Zwar haben auch Abgeordnete von
SPD, Grünen und Freien Wählern beim Beschäftigen von Bürokräften an
die liebe Verwandtschaft gedacht, aber niemand tat das so instinktlos
wie der CSU-Fraktionschef. Er schadete der CSU und dem Ansehen der
Politik obendrein.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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