Rheinische Post: Signal: Verzicht zugunsten der Delfine = Von Christian Schwerdtfeger

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Die Entscheidung über ein Verbot der
Delfinhaltung in Deutschland ist vertagt. Die Zoos in Duisburg und
Nürnberg dürfen weiter Geld verdienen an den Vorführungen mit den
intelligenten Säugetieren. CDU und FDP lehnten gestern in Berlin
einen Antrag der Grünen ab, die Delfinarien in Deutschland zu
schließen. Es ist eine Entscheidung gegen die Tiere. Da können die
Zoo-Direktoren, die Delfine halten, noch so edle Motive anführen wie
etwa, dass die Säuger auf diese Weise vor einer Ausrottung in der
freien Wildbahn bewahrt würden. Doch ob die Haltung von Delfinen im
Sinne der Tiere ist, kann man stark bezweifeln. Die Becken sind zu
klein für die Meeresbewohner. Die hohe Zahl der in Zoos verendeten
Delfine belegt, dass sie nicht für ein solches Leben in
Gefangenschaft geboren sind – und auch nicht dafür,Besucher mit
Kunststücken zu beeindrucken. Auch wenn sich die Politik vermutlich
nicht für ein Verbot aussprechen wird, sollten die Zoobetreiber von
sich aus auf die Delfinhaltung verzichten. Das wäre ein wichtiges
Signal. Es würde zeigen, dass es den Verantwortlichen wirklich um das
Wohl der Tiere geht – und nicht nur um das Geld, dass sich mit ihnen
verdienen lässt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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