Rheinische Post: Skandal mit Ansage Kommentar Von Kirsten Bialdiga

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Niemand kann behaupten, er sei überrascht. Dass
Donald Trump Frauen verachtet, ist lange bekannt. Mehrfach fiel er in
der Vergangenheit durch Entgleisungen auf. Noch während des Rennens
um die Präsidentschaftskandidatur beleidigte er öffentlich eine
Fernsehmoderatorin: „Aus ihren Augen kam Blut, Blut kam aus ihr
heraus . . . wo auch immer.“ Aus Sicht seiner republikanischen
Parteifreunde waren die vielen diskriminierenden Äußerungen aber
offenbar nur Kavaliersdelikte – genauso wie all die anderen
populistischen Ausfälle, die sich Trump erlaubte. Sie änderten nichts
daran, dass die Republikaner Trump für befähigt hielten, das Amt des
US-Präsidenten zu übernehmen. Das ist der eigentliche Skandal. Erst
jetzt, nach dem jüngsten Skandal-Video, sieht es so aus, als hätten
die Republikaner begriffen, wer Trump eigentlich ist. Nicht nur viele
Parteifreunde wenden sich von ihm ab, auch Parteispender ziehen sich
zurück. Viele geben die Wahl für die Republikaner verloren. Der Fall
Trump zeigt, wie es ausgehen kann, wenn Populismus politische Inhalte
ersetzt.

Pressekontakt:
Rheinische Post
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