Rheinische Post: Sparkassenverband: „EZB-Politik ist schädlich für Europa“

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Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband hat
scharfe Kritik an der Nullzins-Politik der Europäischen Zentralbank
(EZB) geübt. Verbandspräsident Michael Breuer sagte der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe): „Die EZB-Politik
ist schädlich für Europa.“ Mario Draghi verfahre nach dem Motto: „Als
sie merkten, dass sie in die falsche Richtung gingen, verdoppelten
sie ihr Tempo.“ Die Geldpolitik bewirke nicht das, worauf sie ziele,
nämlich die Entwicklung in den wirtschaftlich schwächeren Staaten
Europas nachhaltig anzuschieben. „Dort fehlt es an Strukturreformen,
nicht an Krediten für Investitionen. Zugleich überwiegen auch
hierzulande die Nebenwirkungen – etwa die kalte Enteignung der
Sparer“, sagte Breuer.

Die Sorgen der EZB vor einer Deflation seien überzeichnet, so der
Verbands-Präsident. An der Zielinflation von unter, aber nahe zwei
Prozent will Breuer dennoch nicht rütteln: „Das Inflationsziel von
zwei Prozent ist gar nicht das Problem. Stattdessen müsste der
Warenkorb neu gewichtet werden. Der Ölpreis hat schon lange nicht
mehr die Bedeutung, die er noch in den 90er Jahren hatte. Rechnet man
ihn heraus, wäre die Inflationsrate höher.“

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Rheinische Post
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