Rheinische Post: SPD will Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ausdehnen / Anti-Stress-Berater sollen Unternehmenüberprüfen

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Die SPD erwägt im Fall eines Sieges bei der
Bundestagswahl, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von sechs auf
12 Wochen auszudehnen. Sollten Arbeitgeber kein funktionierendes
Eingliederungsmanagement für Mitarbeiter anbieten, die nach einer
Krankheit an ihren Arbeitsplatz zurückkehren, „muss die
Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall von sechs Wochen auf zwölf
Wochen verdoppelt werden“, sagte die arbeitsmarktpolitische
Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Anette Kramme, der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). „Der
psychische Druck am Arbeitsplatz hat in den letzten Jahren stetig
zugenommen, die Regelungen zum Arbeitsschutz haben sich dem nicht
angepasst“, so Kramme. Außerdem schlägt die SPD-Politikerin vor,
externe Gesundheitsberater in die Unternehmen zu entsenden, die die
Arbeitsbedingungen überprüfen. „Ich persönlich bin der Auffassung,
dass externe Gesundheitsberater alle zwei oder drei Jahre in den
Betrieben die Bedingungen überprüfen müssen und mit den Mitarbeitern
ungezwungen über Verbesserungen sprechen können.“ Überdies werde die
SPD bei einem Wahlsieg eine „Anti-Stress-Verordnung“ umsetzen, die
den Arbeitgeber dazu verpflichtet, die möglichen psychischen
Gefährdungen am Arbeitsplatz darzustellen und Hilfen anzubieten.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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