Rheinische Post: Sprachtests für Ärzte nützen den Patienten

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Die Verständigung zwischen Arzt und Patient ist
manchmal nicht einfach. Viele Patienten verstehen ihren Arzt nicht.
Und das nicht (nur), weil er aus dem Ausland ist, sondern weil sich
viele Mediziner gar nicht erst bemühen, sich verständlich zu machen.
Sie benutzen Fachchinesisch statt allgemein verstehbarer Sprache.
Wenn dann ein Arzt gar nicht oder kaum Deutsch kann, könnte es sogar
gefährlich werden. Daher ist es richtig, einheitliche Sprachtests für
ausländische Mediziner, wie es sie seit ein paar Monaten in
Rheinland-Pfalz bereits gibt, bundesweit einzuführen. Das ist keine
Diskriminierung der aus dem Ausland stammenden Mediziner. Das hat
etwas mit Patientensicherheit zu tun. Eine Fehlbehandlung aufgrund
mangelnder Sprachkenntnisse ist ein vermeidbares Risiko. Das gilt im
übrigen nicht nur für den medizinischen Bereich. Auch in vielen
Pflegeheimen herrscht mittlerweile ein Sprachenwirrwarr unter den
Pflegekräften. Der Grund: Es fehlt an qualifizierten deutschen
Kräften, die wegen besserer Verdienstmöglichkeiten lieber ins Ausland
gehen. Daher müssen nicht nur die Mediziner verpflichtet werden,
einen Sprachtest abzulegen.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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