Rheinische Post: Sprunghafter Anstieg bei Arzneien für ältere Männer

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Die Arzneimittelverordnungen für ältere Männer
sind in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Während Männer
im Alter von 60 bis 64 Jahren im Jahr 2004 von ihren Ärzten im
Durchschnitt 431 Tagesdosen pro Jahr verordnet bekamen, waren es 2015
bereits 729 Tagesdosen. Dies zeigt eine Datenauswertung der Techniker
Krankenkasse (TK), die der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen
Post“ (Montagausgabe) vorliegt. Männer ab einem Alter von 45 Jahren
benötigen insgesamt überdurchschnittlich viele Arzneimittel. Während
in jüngeren Jahren die Frauen bei der Zahl der verordneten Tagesdosen
vorne liegen, verschiebt sich dies deutlich ab dem Alter von 45
Jahren. Während Frauen am häufigsten Arzneimittel fürs Nervensystem
erhalten, benötigen Männer vor allem Herzmedikamente. Über alle
Altersgruppen hinweg schlucken männliche Versicherte pro Jahr im
Durchschnitt 113 Tagesdosen an Tabletten fürs Herz. Bei Frauen sind
es nur durchschnittlich 60 Tagesdosen pro Jahr. Der
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bestätigt den Trend, dass in
den vergangenen Jahren mehr verordnet werde. Er wolle den Anstieg
nicht verurteilen. Bei bestimmten Risikogruppen habe es eine
Unterversorgung gegeben, sagte Lauterbach der Redaktion. „Bei Männern
gab es eine Unterbehandlung von Bluthochdruck.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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