Rheinische Post: Tierwohl-Initiative: Landwirtschaftsminister Schmidt fordert vom Handel mehr Geld

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt
(CSU) hat an die Initiative Tierwohl führender deutscher
Handelsunternehmen appelliert, mehr Geld in die von Landwirten
bereits stark überzeichnete Kampagne zu investieren. „Die vom
Lebensmitteleinzelhandel zur Verfügung gestellten Mittel reichen
derzeit nicht aus“, sagte Schmidt der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Insgesamt stellen die
teilnehmenden Handelsunternehmen und der Bauernverband 85 Millionen
Euro für Fleischerzeuger zur Verfügung, die nach bestimmten Vorgaben
den Tierschutz und die Haltungsbedingungen ihrer Tiere in den Ställen
verbessern. Pro Kilogramm erzeugtem Fleisch erhalten die Landwirte –
je nach Umbaumaßnahme – einige Cent Förderung. Allerdings haben sich
mittlerweile mehr als 4500 Betriebe für die Initiative registrieren
lassen; eine Zusage auf Förderung bekam weniger als die Hälfte. In
der Branche herrscht deswegen Unmut. Schmidt warnte nun vor negativen
Effekten. „Meine Sorge ist, dass die hohe Investitionsbereitschaft
der vielen Landwirte deutlich abnimmt, wenn die Investitionen der
Initiative der großen Beteiligung nicht angepasst werden“, so der
Landwirtschaftsminister. „Die Bereitschaft bei Landwirten zur
Teilnahme sollte nicht in Enttäuschung enden“, sagte Schmidt der
„Rheinischen Post“. Eine staatliche Beteiligung schloss er
unterdessen aus: „Die Bundesregierung kann sich aus Rechtsgründen
nicht finanziell an einer privatwirtschaftlichen Initiative
beteiligen“, sagte Schmidt. Sein Ressort habe eine eigene
Tierwohl-Initiative mit einem Budget von insgesamt 33 Millionen Euro
gestartet.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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