Rheinische Post: Trittin: Es wird keine Atomstiftung geben, und Konzerne müssen Rückstellungen cash zahlen

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Der Chef der Atom-Kommission, Jürgen Trittin,
bestätigt erstmals, dass es zur Finanzierung des Atomausstiegs keine
Stiftung geben wird. „Bei der Stiftungsidee der Unternehmen würden
sie komplett aus der Haftung für mögliche Kostensteigerungen
entlassen. Das ist mit dem Verursacherprinzip nicht zu vereinbaren.
Also braucht es einen anderen Weg“, sagte er der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Montagausgabe). Zugleich machte
Trittin klar, dass Eon, RWE, EnBW und Vattenfall ihre Rückstellungen
nicht in Form von Aktien, sondern in Geld an den geplanten Fonds
übertragen müssen: „Der Börsenwert einiger der Unternehmen entspricht
der Höhe der Rückstellungen. Das würde eine Komplett-Verstaatlichung
bedeuten, das ist weder im Interesse des Staates noch der
Unternehmen.“ Weiter gelte, dass einzelne Assets wie Kohlekraftwerke,
die die Konzerne gerne abgeben würden, niemand haben will.
„Zukunftsträchtige Sparten wie Windparks oder Stromnetze wollen die
Konzerne nicht abgeben. Sie würden im eigenen Interesse wohl eher in
Geld zahlen.“ Trittin kündigte an, dass die Kommission Ende Februar
ihren Abschlussbericht vorlegen wird.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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