Rheinische Post: Trittin warnt vor Bruch des Endlagerkonsenses / Grünen-Fraktionschef: Keine Castor-Behälter nach Gorleben

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Vor der Kabinettsentscheidung über das
Endlagersuchgesetz hat Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin davor
gewarnt, den Standort Gorleben wieder als Zwischenlager für
Castor-Behälter ins Spiel zu bringen. Bund und Länder hätten sich
darauf geeinigt, die Castor-Transporte nach Gorleben zu stoppen.
„Wenn diese Übereinkunft nicht eingehalten wird, dann wird das
Vertrauen in einen Endlagerkonsens schnell verloren gehen“, sagte
Trittin der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Mittwochausgabe). Schleswig-Holsteins FDP-Chef Wolfgang Kubicki
hatte vergangene Woche erklärt, er könne nicht erkennen, warum der
Salzstock Gorleben nicht weiter als Zwischenlager für Atommüll
genutzt werden solle. „Der Endlagerkonsens steht“, sagte Trittin.
„Alle Ministerpräsidenten haben der Einigung zugestimmt, und ich sehe
nicht, dass sich daran etwas geändert hat“, so der
Grünen-Spitzenkandidat. Für die noch offenen Probleme, vor allem
hinsichtlich der Zwischenlagerung des Atommülls, müssten noch
Lösungen gefunden werden. „Hier sind aber alle – auch die
CDU-geführten Länder – in der Pflicht, ihren Teil zur Lösung
beizutragen“, so der frühere Bundesumweltminister. Bei den
Verhandlungen über einen Endlagerkonsens hatten sich Bund und Länder
darauf geeinigt, künftig keine Castor-Behälter mehr nach Gorleben zu
transportieren. Andernfalls hätte das rot-grün-regierte Niedersachsen
dem Konsens nicht zugestimmt. Das Endlagersuchgesetz soll am heutigen
Mittwoch vom Kabinett gebilligt werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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