Rheinische Post:Überforderte Kommunen Von Thomas Reisener

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Die Idee der CDU, den Kommunen in NRW ein
professionelles Schuldenmanagement an die Seite zu stellen, ist
richtig. Nirgends in Deutschland haben Kommunen so hohe
Pro-Kopf-Kassenkredite wie in NRW, und nirgends in Deutschland haben
sie mehr Geld mit Zins- und Währungswetten verzockt. Beides zeugt von
erheblichem Beratungsbedarf. Die Kämmerer haben das Geld ihrer Bürger
allerdings nicht aus Gier oder reiner Spielfreude riskiert. Im
Gegenteil: Weil die Kommunen immer mehr leisten müssen, reichen die
Stadtkassen hinten und vorne nicht mehr. Die katastrophalen Risiken,
die viele von ihnen am Finanzmarkt auf sich genommen haben, sind aus
der Not geboren. Aber das ändert nichts. Aus guter Absicht verzockt
ist trotzdem verzockt. Gerade weil die Kommunen zu wenig Geld haben,
brauchen sie mehr externe Beratung. Sie selbst können sich den
Personalaufwand, der heute für ein professionelles Agieren im
Dschungel der schrecklich kompliziert gewordenen Hochfinanz nötig
ist, gar nicht mehr leisten.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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