Rheinische Post: Unionspolitikerüben scharfe Kritik an EZB-Chef Draghi

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Vor seinem Besuch im Bundestag haben
Finanzpolitiker der Union EZB-Chef Mario Draghi scharf kritisiert.
„Draghi setzt mit seiner Politik ein fatales Signal für eine
stabilitätsorientierte Fiskalpolitik“, sagte der Obmann der
Unionsfraktion im Finanzausschuss, Hans Michelbach (CSU), der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe).
„Draghi macht die Euro-Zone zu einer Schulden-Haftungsunion und die
EZB durch ihre Anleihekäufe zu einer Bad Bank“, sagte Michelbach.
Auch die finanzpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Antje
Tillmann (CDU), übte Kritik an der EZB. „Ich erwarte, dass Herr
Draghi uns ein realistisches Szenario präsentiert, wie man wieder zu
einer Normalzinsphase kommen kann“, sagte Tillmann der Zeitung.
„Entscheidend ist für mich, dass die Zinsentscheidungen der EZB große
Probleme für Sparer, Versicherungen und die Altersvorsorge
verursachen“, sagte Tillmann. Der Präsident der Europäischen
Zentralbank (EZB) stellt sich am heutigen Mittwoch Fragen der
Mitglieder des Europa-, Finanz- und Haushaltsausschusses des
Bundestags.

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