Rheinische Post: Verbraucherschützer-Chef fordert Pkw-Maut für alle

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Deutschlands oberster Verbraucherschützer,
Klaus Müller, hat mittelfristig eine Pkw-Maut für alle Autofahrer in
Deutschland gefordert. „Wir brauchen die Pkw-Maut mittelfristig für
alle in Deutschland und Europa“, sagte Klaus Müller, Chef des
Bundesverbandes Verbraucherzentrale (vzbv), der in Düsseldorf
erscheinenden „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Insofern sei die
Pkw-Maut, die jetzt vom Bundestag beschlossen werde und zunächst nur
Ausländer zusätzlich belasten solle, „nur ein Einstieg“. „Autoverkehr
hat extreme externe Kosten etwa durch die Klimabelastung“, sagte
Müller. „Daher müssen wir die Verursacher, die Autofahrer, für diese
Kosten zur Kasse bitten.“ Die Maut sollte „europaweit für alle
Autofahrer eingeführt werden und für alle Verkehrsmittel auf der
Straße gelten, also auch für Busse“, sagte Müller. Längerfristig gehe
es darum, „dass auch alle deutschen Autofahrer eine Maut zahlen, die
dann zweckgebunden der Infrastruktur zu Gute kommt“, sagte auch der
Friedrichshafener Verkehrswissenschaftler Alexander Eisenkopf der
Redaktion. „Wir hätten dann tatsächlich zusätzliche Finanzmittel für
den Erhalt und Ausbau des Straßennetzes, die dringend erforderlich
sind“, sagte Eisenkopf. Der Bundestag soll die Einführung der
Pkw-Maut am heutigen Freitag beschließen. Sie soll zunächst nur
ausländische Autobahnnutzer belasten. Deutsche Autofahrer sollen die
Maut zwar auch bezahlen müssen, werden gleichzeitig aber durch eine
Senkung der Kfz-Steuer im gleichen Umfang entlastet.

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