Rheinische Post: VW-Skandal: Strengere Abgaskontrollen lassen auf sich warten

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Ein knappes Jahr nach Bekanntwerden des
VW-Abgasskandals hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU)
viele angekündigte Konsequenzen zur verstärkten Kontrolle der
Automobilhersteller noch immer nicht in die Tat umgesetzt. Das geht
aus der Antwort seines Ministeriums auf eine Anfrage der
Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) vorliegt. Dobrindt hatte im
Oktober angekündigt, neue Fahrzeugtypen deutscher Autohersteller
durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) strenger untersuchen zu lassen.
Zu prüfen sei, ob Hersteller dem KBA die Motorsoftware offenlegen
müssten. „Die Möglichkeit, im Rahmen des Typgenehmigungsverfahrens
die Software offenlegen zu lassen, ist bisher in den geltenden
Emissionsvorschriften für Fahrzeuge nicht explizit beschrieben“,
heißt es nun aber in der Ministeriumsantwort. Dobrindt hatte zudem
angekündigt, das KBA solle ein Abgaslabor mit eigenem Rollenprüfstand
erhalten, um Emissionen im realen Straßenverkehr zu messen. Für
dessen Inbetriebnahme kann das Verkehrsministerium aber noch immer
keinen Termin nennen. Auch unangemeldete Abgastests gibt es laut dem
Papier bisher nicht. „Ob es ums Offenlegen der Motorsoftware bei der
Typzulassung oder unangemeldete Abgaskontrollen geht – auch ein
Dreivierteljahr nach der medienwirksamen Ankündigung hat
Verkehrsminister Dobrindt davon nichts umgesetzt“, sagte
Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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