Rheinische Post: Wahl mitÜberraschung Kommentar Von Horst Thoren

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Das hat sich mit der Direktwahl der
hauptamtlichen Bürgermeister geändert: Die Parteizugehörigkeit ist
wichtig, nicht länger aber allein entscheidend. Hieß es früher am
Niederrhein, selbst ein schwarzer Mülleimer würde gewählt, wird
heutzutage kritisch geprüft. Der mündige Bürger bewertet Auftreten,
Programm und Kompetenz. Sogenannte Sympathieträger haben es
allerdings leichter als Bürokraten, die gute Fachleute sein können,
aber nicht immer gewinnend wirken. Deshalb suchen nahezu alle
Kandidaten den persönlichen Kontakt zum Wähler, gern bei einem
Bierchen. Auf den Sieg anstoßen können am Abend des 13. September nur
Bewerber, die mehr als die Hälfte der Stimmen auf sich vereinigen.
Das wird die Ausnahme sein. Wahrscheinlich sind Stichwahlen vierzehn
Tage später. Der Wahlkampf dauert also zehn Wochen. Erfolgreich wird
sein, wer seine Klientel am besten mobilisieren kann. Weil nicht auch
die Räte gewählt werden, könnte die Wahlbeteiligung niedriger
ausfallen. Das würde den Trend der Kommunalwahl 2014 verstärken:
Überraschungssieger sind gut möglich.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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