Rheinische Post: Warnung aus dem Sinai = Von Matthias Beermann

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Zwei Raketen sind in dem beliebten israelischen
Badeort Eilat eingeschlagen. Niemand ist dabei zu Schaden gekommen,
aber der Vorfall ist dennoch äußerst ernst zu nehmen. Zum einen, weil
viel Glück im Spiel war. Wären die Raketen nicht auf freiem Gelände
eingeschlagen, sondern mitten in der Stadt, hätte es wohl ein
Massaker gegeben. Zum anderen, weil der Angriff nur der vorläufig
letzte in einer Reihe ähnlicher Vorkommnisse war. Die Lage an Israels
Grenzen wird zunehmend bedrohlich. Das zeigt sich auch auf den
Golanhöhen. Seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973 war es dort ruhig
geblieben. Doch unlängst hat der syrische Bürgerkrieg auf dem Golan
erste Scharmützel provoziert. Im Süden sieht es noch schlimmer aus.
Auf dem Sinai nutzen islamistische Kampfgruppen, Waffenschmuggler und
Menschenhändler das nach Mubaraks Sturz entstandene Machtvakuum, um
sich auszubreiten. Schon bald könnte dort eine Situation entstehen
wie in Mali. Ägyptens Präsident Mursi tut nichts dagegen. Ob nun aus
Kalkül gegenüber Israel oder aus Naivität: Er spielt mit dem Feuer.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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