Rheinische Post: Wehrbeauftragter für flexiblen Umfang der Bundeswehr

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In der Debatte um eine mögliche Vergrößerung
der Bundeswehr hat sich der Wehrbeauftragte des Bundestages,
Hans-Peter Bartels, für einen flexiblen Umfang ausgesprochen. „Wir
müssen weg vom Obergrenzen-Dogmatismus“, sagte Bartels der in
Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Niemand
werde Anstoß daran nehmen, wenn es angesichts besonderer
Herausforderungen statt der vorgesehenen 185.000 auch mal 187.000
Soldaten seien, so wie derzeit auch niemand das Sinken auf 179.000
tatsächlich Dienst tuende Soldaten beanstande. Bartels empfahl eine
„temporäre Verstärkung für einzelne Aufgaben“. So könnten für die
Bewältigung der Flüchtlingskrise auch vorübergehend pensionierte
Soldaten aus dem Ruhestand geholt werden. Der frühere
Generalinspekteur Harald Kujat schloss sich den Überlegungen für
einen größeren Umfang der Truppe an. „190.000 Soldaten sind das
Minimum, 200.000 das Optimum“, sagte er der Redaktion.
Unions-Verteidigungsexperte Henning Otte erklärte ebenfalls, der
derzeitige Personalbestand sei angesichts der parallelen
sicherheitspolitischen Herausforderungen „nicht mehr ausreichend“.
SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold verlangte vom
Verteidigungsministerium eine „Aufgabenkritik“ und die Bildung von
Schwerpunkten. Außerdem müsse die Truppe von Verwaltungsaufgaben
entlastet werden.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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