Rheinische Post: Wehrbeauftragter warnt vorÜberlastung der Soldaten bei laufenden Marine-Einsätzen

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Vor einer Überlastung der Bundeswehr bei ihren
laufenden Marine-Einsätzen hat der Wehrbeauftragte des Bundestages,
Hans-Peter Bartels, gewarnt. „Die Marine ist inzwischen eindeutig
jenseits des Limits“, sagte Bartels der in Düsseldorf erscheinenden
„Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Die materiellen Reserven
entsprächen nicht den aktuellen Anforderungen. „Der Marine fehlen
sechs große Schiffe, weil die Außerdienststellung alter Fregatten
nicht mit der Indienststellung neuer Fregatten harmonisiert wurde“,
kritisierte Bartels. Die Marinesoldaten seien derzeit doppelt und
dreifach belastet, weil sich ein Einsatz nahtlos an den anderen
anschließe. Die Besatzungen zeigten eine enorme Einsatzbereitschaft.
Sie seien vor der Küste des Libanons, beteiligten sich an der Rettung
von Flüchtlingen im Mittelmeer, hielten den Druck auf die Piraterie
aufrecht und übernähmen neue Aufgaben in der Ägäis. „Aber es wäre
schon gut, wenn bei der einen oder anderen Aufgabe auch mal andere
Nationen ablösen könnten“, mahnte der Wehrbeauftragte. „Die deutschen
Soldaten stoßen an ihre Grenzen, sind teilweise schon weit darüber
hinaus“, erklärte Bartels. Hinzu komme, dass viele Dienstposten gar
nicht besetzt seien.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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