Rheinische Post: WestLB verkaufte Beckmann-Porträt offenbar weit unter Wert

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Zum derzeit heftig umstrittenen Verkauf von
zwei landeseigenen Andy-Warhol-Gemälden aus Beständen des Aachener
Spielcasinos gibt es einen kaum bekannten Parallelfall aus dem Jahr
2006: Damals verkaufte die damalige Landesbank WestLB ein
weltberühmtes Selbstporträt von Max Beckmann. Nach aktuellen
Recherchen der Rheinischen Post (Freitagausgabe) wurde der Beckmann
ohne Absprache mit der Landespolitik und offenbar weit unter Wert
verkauft. Der damalige NRW-Finanzminister und heutige Finanzchef der
RAG-Stiftung, Helmut Linssen (CDU) sagte der Rheinischen Post: „Der
damalige WestLB-Chef Thomas Fischer hat das Selbstbildnis von Max
Beckmann im Jahr 2006 nach Abstimmung im Vorstand freihändig und ohne
Rücksprache mit den Aufsichtsgremien verkauft. Ich erinnere mich,
dass das Werk nach dem Verkauf durch die WestLB auf einer Kunstmesse
in Maastricht für 30 Millionen Euro weiterverkauft werden sollte.“
Welchen Erlös die WestLB selbst zuvor beim Verkauf an den
Zwischenhändler erzielte, hält ihre Nachfolgerin Portigon geheim.
Unter Berufung auf einem damals an dem Vorgang beteiligten Juristen
berichtet die Rheinische Post, dass die WestLB das Gemälde für nur
13,9 Millionen Euro verkauft hat.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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