Rheinische Post: Wettbewerb kennt eben nicht nur Gewinner

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von Thomas Reisener

Erst kam das Kaufhaussterben, dann verloren 27.000 Schleckerfrauen
ihren Job. Und mit dem absehbaren Ende von Kaiser–s Tengelmann trifft
es nun erstmals auch eine der ganz großen Supermarkt-Ketten. Eine
gängige Pauschal-Erklärung der Branche für das Aus prominenter
Händler geht so: Das Internet ist schuld. Vom Sofa aus zu bestellen
und liefern zu lassen sei einfach zu billig und zu bequem. Aber was
immer schon mehr Ausrede als Erklärung war, greift im Fall von
Kaiser–s nicht: Im Lebensmittel-Einzelhandel spielt das Internet noch
so gut wie keine Rolle. Warum also geriet ausgerechnet Kaiser–s ins
Wanken? Da sich das Sortiment der Kette ja nicht völlig von dem bei
Rewe oder Edeka unterscheidet, bleiben im Wesentlichen nur drei
Möglichkeiten: schlechter Service, schlechte Qualität oder schlechtes
Management. Das absehbare Ende von Kaiser–s ist also kein
Schicksalsschlag. Es ist vor allem das Ergebnis einer Abstimmung der
Verbraucher mit den Füßen: Sie kaufen anderswo eben lieber ein. Und
jeder Einzelne weiß auch, warum. Das darf man bei all den
Krokodilstränen, die in den kommenden Wochen über das Aus der
Kaiser–s-Filialen vergossen werden, auch nicht vergessen.

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