Rheinische Post: Worte statt Taten Kommentar Von Christian Schwerdtfeger

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Die Innenministerin von Österreich hat es nach
der Entdeckung der 71 toten Flüchtlinge auf den Punkt gebracht: Wer
es jetzt immer noch nicht kapiert habe, dass Schleuser Kriminelle
seien, dem sei auch nicht mehr zu helfen. Wahre und richtige Worte.
Doch wie so oft sind sie wieder einmal erst dann gefallen, nachdem
etwas Schreckliches passiert ist. Denn das Problem mit diesen
Kriminellen, die aus der Not der Flüchtlinge Kapital schlagen, ist
lange bekannt. Auch in Deutschland schlägt die Bundespolizei seit
Jahren Alarm, den Schleusern sei mit dem wenigen zur Verfügung
stehenden Personal nichts entgegenzusetzen. So wird etwa die
deutsch-belgische Grenze, über die sehr viele Schutzsuchende ins Land
geschleust werden, von kaum mehr als einer Handvoll Bundespolizisten
bewacht. Die Politik hat auf die Hilferufe der Polizei bislang nur
mit Untätigkeit reagiert. Und vermutlich wird sich auch nach der
Tragödie in Österreich nicht viel ändern. Am Ende wird es wie
meistens in solchen Fällen sein: Es wird bei Versprechungen und
mahnenden Worten bleiben.

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

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