Rheinische Post: Zypries warnt EU vor Eingriffen beim Meisterbrief und Freiberuflern

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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries
(SPD) hat die EU-Kommission eindringlich davor gewarnt, die Regeln
für die Meisterpflicht im Handwerk und für Freiberufler in
Deutschland zu ändern. „Wir wollen weder den Meisterbrief noch die
bewährten Sozialstandards in unserem Land aushöhlen lassen“, sagte
Zypries der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“
(Mittwochausgabe). „Die Kompetenz der Mitgliedstaaten für
Berufsregulierungen darf nicht auf EU-Ebene gezogen werden“, sagte
Zypries. „Deutschland hat Strukturen, die uns erfolgreich machen.
Ich meine die Selbstverwaltung der Wirtschaft, die duale
Berufsausbildung, die Meisterpflicht und die Sozialpartnerschaft.
Diese Vorteile lassen wir uns nicht kaputt machen“, sagte die
Ministerin. EU-Kommissar Jyrki Katainen hatte erklärt, die in
Deutschland geäußerten Sorgen seien nicht gerechtfertigt, weil die EU
den Meisterbrief nicht abschaffen wolle. Im Handwerk und bei den
Freien Berufen bestehen die Sorgen jedoch weiter. Dazu sagte Zypries:
„Das Dienstleistungspaket der EU greift zwar nicht ausdrücklich das
Handwerk oder den Meisterbrief an. Dennoch wären seine Konsequenzen
weitreichend. Deshalb sind wir hier sehr wachsam.“

Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2621

Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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