Richtungsstreit im BITKOM verschärft sich

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Vor dem Hintergrund der NSA-Affäre verschärft
sich innerhalb des IT-Verbandes BITKOM die Auseinandersetzung um das
Grundverständnis des Verbandes in Fragen der nationalen Souveränität
und Sicherheit.

Der seit den Snowden-Enthüllungen wachsenden Sensibilität in
Deutschland für Fragen der Sicherheit stellt sich der Verband durch
Unterstützung solcher Forderungen wie der nach digitaler Souveränität
und seine Mitarbeit am geplanten IT-Sicherheitsgesetz. Nach Ansicht
von Bernd Liske, Mitglied im Hauptvorstand des BITKOM, reicht das
nicht aus.

„Unsere Freiheit wird nicht primär am Hindukusch verteidigt,
sondern im virtuellen Raum. Wir können das ignorieren. Aber dann wird
uns das Leben mehr noch, als es das bisher schon tut, irgendwann mal
ganz hart und urplötzlich dafür bestrafen“, erklärte Liske dazu.
Begriffsbildungen wie die digitale Souveränität würden den Blick auf
die nationale Souveränität verwässern. Und das geplante
IT-Sicherheitsgesetz mit seiner Forderung nach Meldung
sicherheitsrelevanter Vorfälle und der Verantwortung der Nutzer für
ihre eigene Sicherheit sei nicht geeignet, die nationale Sicherheit
im virtuellen Raum durchzusetzen. Weitere Hackerangriffe, wie sie auf
die Bundeskanzlerin, den Deutschen Bundestag, auf AIRBUS und Siemens
oder gerade auf die französische Regierung bekannt wurden, würden so
nicht verhindert.

Der BITKOM, der mit der in ihm vereinten globalen IT-Kompetenz der
primäre Ansprechpartner der öffentlichen Hand in allen IT-relevanten
Fragestellungen ist und am besten die Problemstellungen der
gegenwärtig vorhandenen technischen Infrastrukturen überblickt, müsse
seine Empfehlungen insbesondere daraus ableiten, ob diese in allen
Aspekten der Wahrung der nationalen Souveränität und Sicherheit
Rechnung tragen. Mit seinem gedanklichen Konstrukt eines Redesigns
der Netze ist Liske bemüht, für die Diskussion darüber einen
Ausgangspunkt zur Verfügung zu stellen und ein Nachdenken über ein
evtl. gleichartiges Herangehen im realen und im virtuellen Raum
anzuregen. Im BITKOM konnte er sich mit diesem Verständnis bisher
nicht durchsetzen.

Pressekontakt:
Bernd Liske
Liske Informationsmanagementsysteme
Tel.: 0391 74415 0
Mail: bernd.liske@liske.de
WEB: http://www.liske.de/defaultContent.asp?TID=431

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