RNZ: „Mappus– Schüler“ – Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) zu Grün-Schwarz/Nebenabsprachen

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Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg)
kommentiert die Nebenabsprachen zum grün-schwarzen Koalitionsvertrag:

„Für selbstgefällige Entscheidungen im Hinterzimmer gibt es in
Baden-Württemberg ein mahnendes Vorbild: Stefan Mappus. Den Bruch mit
dessen Politikstil hatten sich nicht nur Grüne und SPD auf die Fahnen
geschrieben, auch in der Landes-CDU gab es nach 2011 nichts
Schlimmeres, als mit dem gescheiterten Ministerpräsidenten in
Verbindung gebracht zu werden. Doch diese Zeiten scheinen vorüber.

Kretschmann und sein Vize Strobl agieren derzeit, als wären sie
willfährige Schüler Mappus–scher Geheimpolitik. Insbesondere der
Grüne ruiniert sein eigenes Renommee. Der CDU-Chef macht sich vor der
eigenen Fraktion, die ihn sowieso noch misstrauisch beäugt,
unmöglich. Und der gemeinsamen Koalition erweisen beide einen
Bärendienst. Ob sie hält? Noch schweigen sie, doch die Parlamentarier
von Grünen und CDU müssten schon aus Selbstachtung aufbegehren.
Schließlich wurden sie, das zeigen die Geheimpapiere, ganz gezielt
als widerstrebende Partner mit lückenhaften Wahrheiten in dieses
Bündnis gedrängt.“

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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