RNZ: „Unehrlicher Wahlkampf“ – Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg)zum Südwest-Wahlkampf

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Die Rhein-Neckar-Zeitung (Heidelberg) blickt
auf den anstehenden Wahlkampf in Baden-Württemberg

„Die Landesregierung wird den Teufel tun, jetzt noch eine neue
Flanke zu öffnen. Das geht so weit, dass selbst die Parteistrategen
von SPD und Grünen, die derzeit den Wahlkampf vorbereiten, darum
bemüht sind, ihre Mitglieder zu bremsen. Eine zu ambitionierte
Reformidee im Wahlprogramm – oder eine blöde wie der „Veggie-Day“,
der den Grünen im Bundestagswahlkampf um die Ohren flog – wäre fatal.
Also: Rückblick statt Aufbruch. Bloß keine Wechselstimmung
provozieren, der Opposition keine Angriffsfläche bieten. Durchhalten,
heißt es jetzt.

Politisch langweilig wird es dadurch nicht werden, schließlich
bleibt es ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch die Asylfrage wird bis
an die Wahlurne begleiten. Aber es droht ein unehrlicher Wahlkampf zu
werden, in dem der Wähler wenig echte Alternativen geboten bekommt.
Ein Missstand, den man aber nicht allein Grün-Rot ankreiden kann.
Ebenso wie die Koalitionäre weitere Ambitionen verschleiern, bleibt
die CDU klare Antworten schuldig, was sie ändern will – und wie
bezahlen. Das Resultat: „Weiter so“ heißt es von allen Seiten,
unterschieden nur in feinen Nuancen.“

Pressekontakt:
Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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