Rockefeller-Stiftung formuliert Wettbewerb zur Verbesserung der Widerstandskraft von 100 Städten in aller Welt

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Vor dem Hintergrund ihrer bereits ein
Jahrhundert währenden Investitionen in die Innovation und als
Vorreiter auf dem aufstrebenden Gebiet der Widerstandskraft
präsentierte die Rockefeller-Stiftung heute ein
100-Millionen-Dollar-Paket zur Verbesserung der urbanen
Widerstandskraft in Städten in aller Welt. Im Jahrhundertwettbewerb
der 100 widerstandsfähigsten Städte der Stiftung werden hundert
Städte aus aller Welt ausgewählt und durch technische Hilfeleistungen
und Ressourcen bei der Entwicklung und Umsetzung von Plänen im
Bereich der urbanen Widerstandskraft unterstützt. So wird die
Stiftung Städten dabei helfen, viele zusätzliche Millionen Dollar für
die Infrastrukturfinanzierung zu beschaffen.

Während die Häufigkeit, Auswirkungen und das Ausmaß von
menschengemachten Erschütterungen und Belastungen steigen und sich
über systematische und geografische Grenzen hinweg ausbreiten können,
sind Städte kaum darauf vorbereitet, auf Katastrophen zu reagieren,
ihnen standzuhalten und sich von ihnen zu erholen. Häufig treffen
solche Ereignisse – etwa die Auswirkungen des Klimawandels oder
Gefahren für die öffentliche Gesundheit – die Schutzbedürftigen am
stärksten. Sie haben nicht die Mittel, mit ihnen fertigzuwerden, und
sie brauchen länger, um sich zu erholen. Ihnen wird die
Lebensgrundlage entzogen, und so wird das bestehende Ungleichgewicht
noch verschärft. Die Widerstandskraft in den Fokus zu rücken ist also
dringen erforderlich – nicht nur, um besser auf die nächste
Katastrophe vorbereitet zu sein, sondern um für das Wohl der Armen
und Schutzbedürftigen in aller Welt zu sorgen.

„Vor einhundert Jahren öffnete die Rockefeller-Stiftung ihre
Pforten, um das Wohl der Menschheit in aller Welt zu fördern. Heute
hängt dieses Wohl zunehmend davon ab, inwieweit wir in der Lage sind,
uns auf die Erschütterungen und Belastungen unserer modernen Welt
vorzubereiten, ihnen standzuhalten und gestärkt aus ihnen
hervorzugehen“, so die Präsidentin der Rockefeller-Stiftung, Dr.
Judith Rodin. „Da heute mehr Menschen in Großstadtgebieten leben als
jemals zuvor, sind die Städte für dieses Ziel von entscheidender
Bedeutung. Zum Auftakt des zweiten Jahrhunderts der
Rockefeller-Stiftung glauben wir, dass die Zeit der urbanen
Widerstandskraft gekommen ist. Unser Ziel ist es, mit dem
Jahrhundertwettbewerb der 100 widerstandsfähigsten Städte eine
Plattform zur Intensivierung des Engagements zu schaffen, damit die
Welt widerstandsfähiger wird.“

Im Rahmen des Jahrhundertwettbewerbs der 100 widerstandsfähigsten
Städte lädt die Rockefeller-Stiftung Städte aus aller Welt dazu ein,
sich um einen Platz unter den 100 widerstandsfähigsten Städten zu
bewerben. Die Bewerber (Stadtverwaltungen oder zentrale städtische
Einrichtungen) werden dazu aufgefordert, eine klare Beschreibung der
Maßnahmen zu liefern, mit deren Hilfe ihre Stadt die Verbesserung der
stadtweiten Widerstandskraft in Angriff nimmt und umsetzen will, und
zwar unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Armen und
Schutzbedürftigen. Die Gewinner werden in den kommenden drei Jahren
jeweils nach drei Runden bekannt gegeben. Die Bekanntgabe der
Finalisten erfolgt im Jahr 2015.

Jede der Siegerstädte erhält die folgenden drei Hilfeleistungen:

— Unterstützung bei der Aufstellung eines Katastrophenplans, inklusive
Werkzeug, technischer Unterstützung und Ressourcen für die Umsetzung.
Die Rockefeller-Stiftung wird Fachwissen über innovative
Finanzierungsmechanismen liefern und Städte dabei unterstützen,
potenzielle Fördermittel in Höhe vieler Milliarden Dollar aus dem
privaten und öffentlichen Sektor zu beschaffen, damit sie ihre Pläne
umsetzen können.
— Die Mitgliedschaft in einem neuen Netzwerk der Rockefeller-Stiftung, dem
Netzwerk der 100 widerstandsfähigsten Städte, das seinen Mitgliedern
Unterstützung bieten und den Austausch neuer Erkenntnisse und Best
Practices ermöglichen wird.
— Unterstützung bei der Einstellung eines Chief Resilience Officers
(CRO). Die Schaffung dieser neuen Rolle ist eine Innovation, die
gewährleisten wird, dass Aufbau und Koordination der
Widerstandsfähigkeit in der spezifischen Verantwortung einer bestimmten
Person innerhalb der Stadtverwaltung liegen. Die CROs können zudem für
die Entwicklung einer Strategie zum Aufbau der Widerstandskraft ihrer
Stadt verantwortlich sein und als Vertreter des Netzwerks der 100
widerstandsfähigsten Städte Teil eines Informationsnetzwerks von CROs
werden.

„Als Institution, die dazu beigetragen hat, das Gebiet der
Städteplanung zu erschaffen, setzt die Rockefeller-Stiftung ihr
Vermächtnis nun als Vorreiter einer neuen Theorie zu Städten und
städtischem Leben auf eine Art und Weise fort, die den
Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht wird“, führte Dr.
Rodin weiter aus. „Wir hoffen, dass die Investition in 100 Städte in
aller Welt Städte dieses Gebiet weiter voranbringen kann. Indem wir
Städten die Möglichkeit bieten, viele Milliarden Dollar zum Bau von
Infrastruktur zu beschaffen, stellen wir sicher, dass unsere
Stadtgebiete zu chancenreichen Standorten werden, die für die
nächsten 100 Jahre und mehr Widerstandskraft besitzen.“

Seit mehr als einem Jahrzehnt fungiert die Rockefeller-Stiftung
als Wegbereiter auf dem aufstrebenden Gebiet der
Widerstandsfähigkeit, sowohl in urbanen als auch in ländlichen
Regionen. Die Stiftung unterstützt mit ihrem Netzwerk asiatischer
Städte zum Klimawandel den Aufbau der urbanen Widerstandskraft gegen
die Auswirkungen des Klimawandels in Asien, sie investiert in den
Aufbau der ländlichen Widerstandskraft gegen die Auswirkungen des
Klimawandels in Afrika und sie finanziert umfassende Planungsarbeiten
in New Orleans infolge des Hurrikans Katrina. In jüngster Zeit leitet
die Stiftung eine nach Hurrikan Sandy von New Yorks Gouverneur Cuomo
ins Leben gerufene Kommission, die mithilfe eines couragierten Plans
den Aufbau einer langfristigen Widerstandskraft der Stadt New York
ermöglichen will.

„Die Rockefeller-Stiftung war für den Wiederaufbau von New Orleans
ein wichtiger Partner“, so Mitch Landrieu, Bürgermeister von New
Orleans. „Die Stiftung ist sowohl in der Theorie als auch in der
Praxis Vorreiter auf dem Gebiet der Widerstandskraft.
Stadtverwaltungen stehen bei der Planung der Anpassungsfähigkeit an
vorderster Front, und die Unterstützung der Rockefeller-Stiftung auf
dem Gebiet der Innovation und Zusammenarbeit ist ebenso
überlebenswichtig wie schwer zu finden. Die Vision der
Rockefeller-Stiftung von einer proaktiven Zusammenarbeit der Städte
ist ein Segen, denn sie berücksichtigt die Bedürfnisse aller Bürger,
ermöglicht das zukünftige Wachstum und bereitet uns besser darauf
vor, mit den Herausforderungen zurechtzukommen, die auf uns zukommen.
Ich freue mich darauf, New Orleans für den Jahrhundertwettbewerb der
100 widerstandsfähigsten Städte vorzuschlagen.“

Jede Stadt wird ihre eigene Vision und ihre eigenen spezifischen
Bedürfnisse für den Aufbau der Widerstandskraft besitzen und
entsprechende Ressourcen benötigen. In manchen Fällen könnten dafür
etwa der Aufbau robuster Notfallkapazitäten und ein umfassendes
Frühwarnsystem erforderlich sein oder moderne, umfassende
Wasserableitungssysteme und eine solide Abfallwirtschaft aufgebaut
werden. Manche Städte möchten vielleicht die Reaktionsgeschwindigkeit
ihres Gesundheitssystems erhöhen oder das urbane Ökosystem
verbessern.

„Wir sind stolz darauf, dass Durban in seinen Bemühungen um die
Entwicklung einer umfassenden Strategie für den Aufbau der
Widerstandsfähigkeit an vorderster Front dabei ist, um einer Reihe
veränderlicher Risiken und Schwachstellen – vom Klimawandel bis zur
Wassersicherheit, vom Verlust der Biodiversität bis zur rasanten
Urbanisierung – begegnen zu können“, so James Nxumalo, Bürgermeister
der Stadt Durban in Südafrika und jüngst Gastgeber eines globalen
Gipfels zum Klimawandel. „Von der Struktur unserer Stadtverwaltung
bis zur Art der Ressourcennutzung – der Aufbau der Widerstandskraft
hat heute Priorität, und sie durchdringt jede einzelne Entscheidung
in sämtlichen Bereichen. Wir haben den Status Quo in nur wenigen
Jahren erheblich verändert, und das macht uns sehr viel stärker. Wir
haben gelernt, dass der Aufbau der Widerstandskraft und der
Anpassungsfähigkeit ein Weg ist, und nicht ein Ziel. Ich bin
überzeugt, dass der Jahrhundertwettbewerb der 100
widerstandsfähigsten Städte der Rockefeller-Stiftung, der ebenso
zeitgerecht wie wichtig ist, weitere Städte animieren wird zu
handeln.“

Für nähere Informationen über den Jahrhundertwettbewerb der 100
widerstandsfähigsten Städte der Rockefeller-Stiftung besuchen Sie uns
auf www.100resilientcities.org [http://www.100resilientcities.org/].

Web site: http://www.100resilientcities.org/

Pressekontakt:
KONTAKT: New York: Carey Meyers – cmeyers@rockfound.org – +1
212-852-8486

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