Saarbrücker Zeitung: Gesundheitswissenschaftler Glaeske fordert Abschaffung von manipulationsanfälligen Verträgen zwischen Kassen und Ärzten – 4000 Euro extra

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Verträge zwischen Kassen und Ärzten,
durch die Patienten auf dem Papier kränker erscheinen als sie sind,
gehören nach Ansicht des Bremer Gesundheitswissenschaftlers Gerd
Glaeske abgeschafft. „Solche Verträge sind generell überflüssig“,
sagte Glaeske der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag-Ausgabe).

Der Experte verwies darauf, dass man sich von den sogenannten
Betreuungsstrukturverträgen eigentlich eine bessere Versorgung der
Patienten verspreche. Doch sei es „die originäre Aufgabe eines
Arztes, richtige Diagnosen zu stellen und danach auch die Behandlung
auszurichten“. Das müsse nicht gesondert honoriert werden, meinte
Glaeske. „Bei der Menge der Diagnosen gehe ich davon aus, dass ein
Arzt pro Quartal auf bis zu 4000 Euro zusätzlich kommen kann“.

Der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas,
hatte kürzlich eingeräumt, dass es einen Wettbewerb zwischen den
Kassen gebe, damit Ärzte möglichst viele Diagnosen dokumentieren.
Dann gebe es mehr Geld aus dem Risikostrukturausgleich

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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