Saarbrücker Zeitung: Gysi und Riexinger gehen auf Distanz zu Wagenknecht – Kritik auch von den Grünen

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Führende Politiker der Linkspartei sind
auf Distanz zu den Euro-kritischen Äußerungen der künftigen
Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht gegangen. „Ein Zurück zu den
alten Nationalstaaten in Europa, auch zum alten deutschen
Nationalstaat, darf es mit der Linken nicht geben“, sagte der
amtierende Fraktionschef Gregor Gysi der „Saarbrücker Zeitung“
(Samstag-Ausgabe).

Der Vorsitzende der Linken, Bernd Riexinger, meinte gegenüber dem
Blatt: Man habe eine gemeinsame Einschätzung, dass der Euro die
schwachen Länder schwächer und die starken Länder stärker mache.
„Deshalb ziehen wir in der Linken aber nicht die Schlussfolgerung:
Raus aus dem Euro! Sondern wir sagen: Auf Dauer funktioniert diese
Politik des wirtschaftlichen Ungleichgewichts nicht, das vor allem
durch die deutschen Exportüberschüsse befeuert wird“, erläuterte
Riexinger.

Kritik kam auch von den Grünen. Parteichefin Simone Peter sagt der
„Saarbrücker Zeitung“: Es sei abwegig, sich vom Euro zu
verabschieden. „Für mich bewegt sich die Linkspartei weiter weg von
einer europäischen Partei. Sie begibt sich damit auf die Ebene der
Nein-Sager in der Union, die ja auch den Grexit befürworten und damit
die Einheit Europas in Gefahr bringen“.

Wagenknecht hatte den Euro offen in Frage gestellt, weil er immer
größere Ungleichgewichte erzeuge.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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