Saarbrücker Zeitung: Jährlich gehen mehr als 70.000 Kinder wegen gesetzlicher Hürden beim Unterhaltsvorschuss leer aus

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Nach einem Bericht der „Saarbrücker
Zeitung“ (Samstag-Ausgabe) verlieren pro Jahr mehr als 70.000 Kinder
von Alleinerziehenden ihren Anspruch auf staatlichen
Unterhaltsvorschuss, weil sie entweder das zwölfte Lebensjahr
vollendet haben, oder bereits seit 72 Monaten Leistungen beziehen.

Das Blatt beruft sich dabei auf aktuelle Daten der
Bundesregierung, die die Linksfraktion im Bundestag angefordert
hatte.

„Die Befristungen im Unterhaltsvorschussgesetz nehmen keinerlei
Rücksicht auf die tatsächlichen Bedarfe der Betroffenen und gehören
deshalb abgeschafft“, sagte Fraktionsvize Sabine Zimmermann der
Zeitung.

Bundesfamilienministerin Manuel Schwesig (SPD) hatte angekündigt,
in Kürze einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der die Streichung der
zeitlichen Beschränkung sowie eine Anhebung der Altersgrenze von
zwölf auf 18 Jahre vorsieht.

Zimmermann verwies darauf, dass die Linke dies zuletzt Ende 2015
in einem Antrag für den Bundestag gefordert hatte. „Leider hat auch
die SPD damals dagegen gestimmt“, kritisierte Zimmermann.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

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