Saarbrücker Zeitung: Kommunen sparen bei Bädern – 38 Einrichtungen im Vorjahr geschlossen

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Offenbar wegen der Finanzknappheit
zahlreicher Kommunen wurden auch im vergangenen Jahr wieder
vielerorts Bäder geschlossen. Nach einem Bericht der „Saarbrücker
Zeitung“ (Mittwoch-Ausgabe) kam es 2015 bis Mitte Oktober bundesweit
zur Schließung von 38 Hallen- und Freibädern. Weitere 47 waren von
Schließung bedroht. Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine
aktuelle Übersicht der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft
(DLRG).

Die Schließung von Bädern sei auch eine Form von Sozialabbau,
sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im
Bundestag, Sabine Zimmermann, der Zeitung. „Das Bädersterben im
Bereich der Hallenbäder verhindert mittlerweile zum Teil auch, dass
überhaupt noch vernünftig Schwimmunterricht angeboten werden kann“,
so Zimmermann.

Nach einer Langzeitübersicht der DLRG sind von den 7784 Bädern,
die es 2002 laut Sportstättenstatistik gab, aktuell 13 Prozent
geschlossen oder von akuter Schließung bedroht. Allein zwischen dem
Sommer 2007 und dem Herbst 2015 machten rund 370 Bäder dicht. Eine
der Folgen ist laut DLRG, dass etwa jede fünfte Grundschule keinen
Zugang zu einem Schwimmbad mehr hat. Besonders im ländlichen Raum
werde der Schwimmunterricht deshalb zum Problem.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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