Saarbrücker Zeitung: Länder planen drastische Maßnahmen gegen Lkw-Unfälle

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Die Verkehrsminister der Länder wollen mit
drastischen Maßnahmen Lkw-Unfälle auf Autobahnen verhindern. Wie die
„Saarbrücker Zeitung“ (Freitag) berichtet, sieht dies ein
Beschlusspapier für die Verkehrsministerkonferenz nächste Woche in
Stuttgart vor, das der Zeitung vorliegt.

Demnach sollen die Bußgelder bei Abstandsverstößen „deutlich“
erhöht werden. Künftig sollen zudem mehr „fahrfremde Tätigkeiten“
sanktioniert werden, die zu einer Ablenkung führen. In der Vorlage
werden Video oder TV schauen, Kaffeekochen und Zeitungslesen genannt.
Bislang erfülle lediglich die Handynutzung diesen Tatbestand.
Hintergrund des Vorstoßes ist, dass es immer öfter zu schweren
Unfällen gerade an Stauenden kommt. „Als Hauptunfallursachen gelten
zu dichtes Auffahren und immer wieder Unaufmerksamkeit durch
Ablenkung der Lkw-Fahrer“, sagte der niedersächsische
Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) der Zeitung. Niedersachsen ist
federführend bei dem Vorstoß.

Geplant ist demnach auch eine Einbaupflicht von Abstandswarnern in
„schweren Nutzfahrzeugen“, die es laut niedersächsischem
Verkehrsministerium noch nicht gibt. Für die bereits vorgeschriebenen
Notbremsassistenten soll zudem eine verbindliche Nutzungspflicht
eingeführt werden. Wer den Assistenten abschaltet, muss dann Strafe
zahlen. Zukünftig sollen zudem Systeme vorgeschrieben werden, die
nicht nur fahrende Hindernisse, sondern auch stehende erkennen
können.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

Original-Content von: Saarbr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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