Saarbrücker Zeitung: Neuer Vorstoß für Gebührendeckel an fremden Geldautomaten

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Bankkunden sollen nach dem Willen der SPD
stärker vor zu hohen Kosten beim Geldabheben an fremden Automaten
geschützt werden. Die Verbraucherexpertin der Bundestagsfraktion,
Elvira Drobinski-Weiß, sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag):
„Wir brauchen eine Deckelung bei zwei Euro.“ Darüber wolle man
demnächst erneut mit dem Koalitionspartner Union reden.

Verschiedene Institute hatten Anfang September an der
Gebührenschraube gedreht. Es sei legitim, dass die Banken etwas
verdienen wollten, so Drobinski-Weiß. Aber fremde Banken würden nur
dann aufgesucht, wenn Kunden dazu gezwungen seien. „Auf kleine Summen
dann bis zu fünf Euro Gebühr zahlen zu müssen, ist nicht in Ordnung.“
Der rein technische Vorgang bei einer Fremdabhebung koste zudem nur
zwischen 70 Cent und einem Euro. Insgesamt, so Drobinski-Weiß, würden
die Banken fast 400 Millionen Euro pro Jahr durch überzogene Gebühren
verdienen.

Schon in den Koalitionsverhandlungen mit der Union hatte sich die
SPD für eine gesetzliche Obergrenze stark gemacht, konnte sich aber
nicht durchsetzen. Auch Grünen-Politikerin Bärbel Höhn verlangte
einen Gebührendeckel. Höhn sagte der Zeitung: „Die Banken verdienen
im Privatkundengeschäft immer weniger, deswegen schrauben sie jetzt
an den Automatengebühren.“ Eine angemessene gesetzliche Höchstgrenze,
„die zwei Euro nicht überschreiten sollte“, sei erforderlich.

Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin

Telefon: 030/226 20 230

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